Ausgangspunkt war der Verdacht, über den Account „Schimmel“ anonym angegriffen zu werden. Die NaBru reagierte mit militärischem und piratischem Druck, blockierte PIRAT über längere Zeit und erbeutete erhebliche Rohstoffmengen. Gleichzeitig gingen der NaBru wichtige Platzhalter im eigenen Schutzgebiet verloren, sodass keine Seite die andere zu einer Aufgabe zwingen konnte.
Während der Auseinandersetzung wurde deutlich, dass auch der Account „Amnesia“ als anonymer Pirat zugunsten der NaBru eingesetzt worden war. Damit stand die Allianz vor einem offenkundigen Widerspruch: Sie hatte eine Methode beim Gegner zum Anlass eines Krieges genommen, die zugleich aus den eigenen Reihen genutzt worden war. Die NaBru entschied sich, diesen Punkt in ihrer Darstellung nicht zu verschweigen, und bezog dazu offen Stellung. Die Affäre beschädigte Vertrauen und rief insbesondere bei STORM scharfe Reaktionen hervor.
Zusätzlich belegte STORM heimlich Plätze im Gebiet der NaBru. Aus der Kombination von Amnesia-Affäre, beschädigtem Vertrauen und dem Streit um diese Städte entstand im September beziehungsweise Oktober der zweite STORM-Konflikt. Damit war die Friedensregelung vom August nach wenigen Wochen überholt. Die NaBru kämpfte nun gleichzeitig gegen PIRAT und STORM; wenig später kam durch die Einmischung der MfG noch eine weitere Front hinzu.
Im November vereinbarten NaBru und PIRAT schließlich einen gegenseitigen militärischen und piratischen Nichtangriff. Damit endete die PIRAT-Front zunächst, während der zweite STORM-Konflikt weiterlief. Historisch bleibt die Amnesia-Affäre deshalb nicht als Ruhmestat bestehen, sondern zugleich als Moment notwendiger Selbstkorrektur und als Auslöser eines monatelangen Konfliktbogens: Eine glaubwürdige Gemeinschaft beweist sich auch darin, Fehler nicht nur beim Gegner zu suchen.